Lisa goes Asia - next Stopp Bali

Die 13 Stunden Fahrt nach Bali ging unglaublich schnell um. Ich saß neben einem jungen Indonesier der ausnahmsweise mal so gar nicht an weißen Touris interessiert war und bin in der ersten halben Stunde eingeschlafen und nur in den Pausen und dann erst wieder auf Bali aufgewacht. Nicht einmal die Fährenfahrt habe ich mitbekommen. 

Angekommen in Denpasar habe ich mit ein bisschen Rumgezicke einen fairen Preis nach Seminyak bekommen und war sooo unglaublich erleichtert dort zu sein. Check-In war erst um 13 Uhr und ich schon um halb acht im Hostel. Hatte mich schon drauf eingestellt ewig zu warten, aber innerhalb von 5 Minuten hatte ich mein Bett und noch ein paar Stunden Zeit zum Ausruhen bevor Colin ankommen sollte. Nach einer Dusche habe ich sofort Margarita kennen gelernt und bin mit ihr zum hosteleigenen Pool gegangen und ein paar Stündchen später hat Colin sich dann zu uns gesellt.

Wir hatten einen echt tollen Nachmittag und eine sehr witzige Nacht. Kulturelles Programm gabs in Seminyak erstmal gar keins. Wir haben uns mit zwei chinesischen Kolleginnen von Colin getroffen und waren gut essen und haben uns ein bisschen Gin auf der Terrasse gegönnt. Und meine gute Stimmung war sowas von zurück.

Die nächsten Tage in Seminyak gleichen alle so in etwa dem ersten Tag. Mittags kuriert man seinen Kater aus, um abends wieder auszugehen. Man lernt ständig neue Leute kennen und findet tatsächlich echte Freunde. Zum Schluss haben David und ich uns mit Kaisa (einer super zierlichen und lieben Finnin) und Dario (einem super verrückten Holländer) zusammengetan und doch noch etwas Kultur erlebt. Wir haben uns zwei Roller gemietet und sind in dem mehr als verrückten Verkehr auf Bali 2 Stunden durch die Gegend zu einem Tempel auf einer Insel gefahren. Der Tag war echt toll und hat mit einem Sonnenuntergang am Strand geendet. Und auch die Tatsachen, dass David und ich einen kleinen Rollercrash und Kaisa und ich den Sonnenbrand unseres Lebens hatten konnten mir meine Freude nicht nehmen. Während des Reisens habe ich immer wieder so kleine Momente in denen ich einfach nur stumm in die Gegend starre und mir nochmal bewusst wird wie großartig mein Leben gerade eigentlich ist. Besser kann es fast gar nicht werden.

 

Ein paar Tage später haben wir uns auf den Weg nach Ubud gemacht. Das ist ein Ort in Zentralbali der viel untouristischer und bekannt für seine Yoga-Szene sein soll - haben wir so von anderen Reisenden aufgeschnappt. Wie ab diesem Tag an täglich haben wir mit der Entscheidung in einen anderen Ort zu reisen ein paar Leute aus der Gruppe verloren und gleichzeitig ein paar Neue gefunden, die zufällig den gleichen Plan hatten. So sind David, Kaisa und ich erstmal zusammen geblieben und zwei Mädchen aus Belgien und Deutschland haben sich uns noch angeschlossen.

Mein erster Eindruck von Ubud: Es ist nur ganz minimal untouristischer als Seminyak. Überall westliche Gesichter und an deren Geschmack angepasste teure Restaurants und Geschäfte. Urgh. Das war so gar nicht was ich wollte. Und auch das Hostel wurde in den Himmel gelobt und hatte außer einer hübschen Poolarea nichts zu bieten außer überteuerte Ausflugs- und Frühstückspreise.

Merke: Nicht immer auf das hören was andere Reisende dir erzählen, dein Geschmack kann so anders sein.

Nach dem ersten Schock und der ersten Nacht haben wir angefangen den Ort zu erkunden. Wir sind mit einem super lieben Taxifahrer stundenlang durch den Ort gefahren und haben wunderschöne Tempel, einen unglaublich beeindruckenden Wasserfeld und Reisefelder gesehen und waren auf einer Luwak-Plantage und haben eine Kaffee -Verkostung gemacht. Für alle die mit dem letzten Begriff erstmal nichts anfangen können: das ist der Kaffee für dessen Produktion katzenähnliche Tiere die Kaffeebohnen essen und die verdauten Bohnen dem Kaffee einen besonderen Geschmack geben sollen - Jap, ich habe Katzenkacke-Kaffee getrunken und es war extrem lecker. Das Café in der die Verkostung stattfand hieß witzigerweise Cat-Poo-Chino. Haha, finde es immer noch super lustig. Und nach diesem Tag hat sich meine Meinung über Ubud um 180° gedreht: diese Stadt hat kulturell unglaublich viel zu bieten und mit etwas Mühe kann man dem Touri-Getummel sogar entgehen und findet super leckere local-Plätze bei denen man günstig und authentisch essen kann.

Am letzten Abend mussten wir dann aber doch mal ausgehen. Haben uns mit einigen Leuten aus dem Hostel zusammen getan und uns gemütlich auf eine Terrasse des Hostels gesetzt und einen sehr witzigen Abend gehabt. Anschließend sind wir in eine Bar/einen Club und haben dort lautstark für einen Bereich der Bar Werbung gemacht, weil sich alle in einer Ecke geknubbelt haben und der Barkeeper hilflos versucht hat die Leute auch zu der anderen Bar zu bewegen. Mit unserer lautstarken Hilfestellung haben wir neue Leute kennen gelernt, die ich auf meinem weiteren Trip auch wieder treffen sollte.

Aber dazu später mehr.

 

Zusammengefasst habe ich das Einzige was ich für Ubud geplant hatte nicht gemacht: Yoga. Vielleicht aber auch besser so. Die Hitze hat es mir in den ersten zwei Wochen nicht leicht gemacht ordentlich zu essen und da ich eh schon aussehe wie ein Hungerhaken sollte ich mich vielleicht erstmal auf die Suche nach ein paar Kalorien als Sport zu machen.

 

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